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FACHBEGRIFFE - HYGIENE & DESINFEKTION

FACHBEGRIFFE - HEALTHCARE & KOSMETIK

DEFINITION HYGIENE

Unter Hygiene versteht man die Gesamtheit aller Verfahren und Verhaltensweisen mit dem Ziel, Erkrankungen zu vermeiden und der Gesunderhaltung des Menschen und der Umwelt zu dienen.

aerogen

Durch die Luft, d.h. durch die Inhalation von Bakterien oder Stäuben übertragen; Bezeichnung für einen Infektionsweg.

anaerogen

Anaerogen bezeichnet die Lebensweise von Organismen, die zum Leben keinen freien Sauerstoff benötigen, und chemische Reaktionswege, die unter Ausschluss von Sauerstoff ablaufen.

Aerosole

Allgemeiner Begriff für Luft mit Schwebeteilchen bestimmter Größe. Im wissenschaftlichen Sinn versteht man unter einem Aerosol eine Art Kolloid, bei dem mikroskopisch kleine Teilchen einer Flüssigkeit und/oder eines Feststoffs in einem Gas (Luft) feinstverteilt sind.

Antimykotikum

Antimykotika sind Arzneistoffe, die bei Infektionen mit human pathogenen Pilzen so genannte Mykosen, angewendet werden.

antiseptisch

Mit Antisepsis (griech. wörtlich „gegen Fäulnis“) bezeichnet man alle Maßnahmen zur Verminderung von infektiösen Keimen und damit zur Verhinderung einer Infektion. Antiseptische Maßnahmen sind die Desinfektion von Oberflächen, Materialien und Gegenständen. Auch die Desinfektion von Wunden dient diesem Ziel.

aseptisch

Aseptisch beschreibt eine vollkommene Keimfreiheit. Dies bedeutet frei von fortpflanzungsfähigen Mikroorganismen sowie deren Ruhestadien oder Dauerformen wie z. B. Sporen.

bakterizid

Der Begriff bakterizid bedeutet die Abtötung von Bakterien und wird meist verwendet im Zusammenhang mit Substanzen zur Desinfektion oder Antibiotika. Bakterizid wirkende Antibiotika sind z. B. Penicillin oder Cephalosporin.

Betriebsanweisung

Die Betriebsanweisung (BA) weist laut Gefahrstoff-Verordnung § 14 auf Gefahren hin und beinhaltet u.a. den Anwendungsbereich eines Gefahrstoffes, Gefahren für Mensch und Umwelt, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln, Verhalten bei Störungen, Verhalten bei Unfällen, Erste Hilfe und Folgen der Nichtbeachtung.

Dekontamination

Dekontamination bedeutet die Entfernung einer Kontamination, einer zu gesundheitlicher Gefährdung führenden Verunreinigung eines Organismus oder Gegenstandes.

Desinfektion

Desinfektion ist das Abtöten, Hemmen bzw. Inaktivieren und das Entfernen von pathogenen, krankmachenden, Keimen.

Epidemie

Ein stark gehäuftes, örtlich und zeitlich begrenztes Vorkommen einer Erkrankung, vor allem bei Infektionskrankheiten.

fäkal-orale Übertragung

Ein Übertragungsweg für Infektionen, bei dem mit dem Stuhl (fäkal) ausgeschiedene Erreger über den Mund (oral) aufgenommen werden.

fungizid

Fungizid bedeutet “pilztötend”.

Als Fungizide bezeichnet man Stoffe, die Pilze und deren Sporen abtöten oder ihr Wachstum hemmen. Fungizide werden z.B. im Pflanzenschutz angewendet, um den Pilzbefall von Nutzpflanzen zu verhindern oder die Pilzbesiedelung rückgängig zu machen. Darüber hinaus werden sie in der Holzverarbeitung, sowie in der Lebensmittel- und Textilindustrie und in vielen anderen Bereichen als Materialzusatz eingesetzt. Sie sind auch Bestandteil von Desinfektionsmitteln, die die Praxis- und Krankenhaushygiene verwendet.

gramnegativ

Die Gram-Färbung ist eine nach Hans C. Gram (1853†“1938, Arzt und Pharmakologe) benannte Färbung von Bakterien mit dem violetten Farbstoff Karbolgentianaviolett.  Als gramnegativ bezeichnet man Bakterien, die sich in der Gram-Färbung rot anfärben.

grampositiv

Die Gram-Färbung ist eine nach Hans C. Gram (1853†“1938, Arzt und Pharmakologe) benannte Färbung von Bakterien mit dem violetten Farbstoff Karbolgentianaviolett. Färben sich Bakterien mit der Gram-Färbung dunkelblau an, spricht man von grampositiven Bakterien (z. B. Staphylokokken).

Hautschutzplan

Der Hautschutzplan beschreibt Maßnahmen zur Minimierung der Hautgefährdung und enthält Präparate für Händedesinfektion, Händereinigung, Hautschutz und Hautpflege. Er ist vom Arbeitgeber zu erstellen und den Beschäftigten in geeigneter Form als Aushang zur Verfügung zu stellen.

Hygieneplan

Der Hygieneplan bezeichnet eine schriftlich niedergelegte Strategie mit Maßnahmen zur Eindämmung und Verhinderung von Infektionen sowie zur Einhaltung und Gewährleistung bestimmter Hygienestandards. Er beinhaltet auch die schriftliche Dokumentation durchgeführter Maßnahmen.

Infektion

Unter einer Infektion versteht man das Eindringen, die Ansiedlung, das Wachstum und die Vermehrung von potentiell krankmachenden Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen) in einem anderen Organismus (z. B. dem Menschen).

Inkubationszeit

Unter der Inkubationszeit versteht man die Zeitspanne von der Übertragung eines Krankheitserregers bis zum Ausbruch der Krankheit.

MRSA

Das Bakterium Multi resistenter Staphylokokkus aureus kann Wundinfektionen und Lungenentzündungen auslösen und ist resistent gegen viele Antibiotika.

Noro-Virus

Noroviren (früher Norwalk-like-Viren) sind weltweit verbreitet. Sie sind hoch ansteckend und für einen Großteil der nicht durch Bakterien verursachten Magen-Darm-Entzündungen (Gastroenteritiden) verantwortlich.

Persistenz

Als Persistenz bezeichnet man in der Biologie und Umweltchemie die Eigenschaft von Stoffen, unverändert durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse über lange Zeiträume in der Umwelt zu verbleiben.

Reinigung

Unter Reinigung versteht man die Entfernung von unerwünschten Substanzen auf Oberflächen. Pflege ist das Auftragen von erwünschten Substanzen auf Oberflächen um die Lebensdauer dieser zu verlängern.

Rezidiv

Unter Rezidiv versteht man einen Rückfall, das Wiederauftreten einer Krankheit nach Behandlung und vermeintlicher Heilung. Ein Rezidiv einer Infektion wird auch Reinfektion genannt.

Sterilisation

Bei der Sterilisation werden alle Keime, pathogene wie auch apathogene Keime, entfernt.

VAH-Liste

In der Desinfektionsmittel-Liste des Verbunds für Angewandte Hygiene (VAH) sind alle von der Desinfektionsmittel-Kommission zertifizierten Präparate enthalten. Die Liste ist Grundlage für die Auswahl von Desinfektionsmitteln für die routinemäßige und prophylaktische Desinfektion in Krankenhaus und Praxis sowie in öffentlichen Einrichtungen und anderen Bereichen, in denen Infektionen übertragen werden können. (www.mph-verlag.de)

viruzid

Viruzid bedeutet Viren abtötend.

Als Viruzide „virustötend“ werden Substanzen bezeichnet, die durch eine Schädigung der Virusnukleinsäure oder der Oberflächenproteine eines Virus die Infektiosität von Viren herabsetzen oder vollständig verhindern. Sie dienen der Virusinaktivierung außerhalb von lebenden Organismen.

health care

Bedeutet aus dem Englischen übersetzt Gesundheitsfürsorge, Gesundheitspflege, Gesundheitswesen.

AHA

„Alpha Hydroxy Acids“ sind synthetisch hergestellte Fruchtsäuren. Präparate mit AHA lösen abgestorbene Hautschüppchen von der Haut ab und helfen bei der Zellerneuerung.

Allantoin

Wird synthetisch oder vorzugsweise aus Weizenkeimen hergestellt. Allantoin wirkt reizlindernd, unterstützt die Wundheilung und glättet die Haut.

Beta Carotin

Auch „Provitamin A“ genannt. Gut für Knochen, Wachstum, Haut und Augen, enthalten in Karotten und Leber. Achtung: Zu hohe Dosierung steigert bei Rauchern und Alkoholikern das Krebsrisiko.

Biotin

Vitamin H bzw. Biotin, auch bekannt als „Schönheitsvitamin“, wird über die Nahrung aufgenommen oder von Darmbakterien synthetisiert. Biotin kommt in Blumenkohl, Leber, Hefe, Milchprodukten, Vollkornprodukten und Blattgemüse vor. Biotin aus tierischen Lebensmitteln ist schlechter zu verwerten, als Biotin aus pflanzlicher Nahrung. 

Die Symptome eines Biotinmangels sind:

– Schuppige Dermatitis
– Nausea
– Anorexie
– Müdigkeit
– Depression
– Glossitis
– Alopezie (bei langer Unterbrechung der Biotin-Zufuhr)

CERAMIDE

Auch „Lipide“ genannt. Es handelt sich um spezielle Fettsäuren, die dabei helfen, den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu regulieren.

Emulsionen

Unter einer Emulsion versteht man ein fein verteiltes Gemisch zweier normalerweise nicht mischbarer Flüssigkeiten ohne sichtbare Entmischung.

INCI

Internationales Namensregister für kosmetische Zutaten. Die Auflistung der Zutaten ist in der EU seit 1998 Pflicht. 

Kollagen

Natürliches Protein im Bindegewebe, auch in Zähnen, Knochen und Sehnen. Kosmetisch wirkt Kollagen gegen Falten. 

Liposome

Mikroskopisch kleine Fettkügelchen, die als Trägersubstanzen in Kosmetikprodukten dienen. Sie versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und können Wirkstoffe wie Kollagen auch in tiefere Hautschichten transportieren. 

Melanin

Natürliches Pigment, das den Farbton von Haut, Haaren und der Iris beeinflusst. Unter Einfluss von Sonnenlicht wird es im Körper vermehrt gebildet und schützt die Hautzellen vor Schäden durch UV-Strahlen. 

Moisturizer

Bezeichnung für Cremes, die mindestens 65 % Feuchtigkeit enthalten und gegen raue und trockene Haut verwendet werden. 

Panthenol

Wasserbindender Wirkstoff für trockene und empfindliche Haut. Panthenol fördert den Zellstoffwechsel, regt, ähnlich wie Vitamin A, die Teilung der Hautzellen an, beruhigt die Haut und wirkt heilend – z.B. bei akutem Sonnenbrand. 

Retinol

Internationale Bezeichnung für Vitamin A. Dieses Hautvitamin erhält Haut, Schleimhäute, Sehkraft und fördert das Wachstum. Retinol wird in der Kosmetik zur Pflege trockener Haut und gegen Falten eingesetzt. 

Vitamin E

Wichtiges Vitamin, das in vielen Pflegeprodukten zu finden ist. Schützt die Haut vor freien Radikalen.

Öl-in-Wasser-Emulsion

Öle sind von Natur aus nicht mit Wasser mischbar. Werden die Flüssigkeiten kombiniert, spricht man von einer Emulsion. 

Öl-in-Wasser-Emulsionen verteilen sich gut auf der Haut und ziehen rasch ein.

Wasser-in-Öl-Emulsion

Öle sind von Natur aus nicht mit Wasser mischbar. Werden die Flüssigkeiten kombiniert, spricht man von einer Emulsion. 

Wasser-in-Öl-Emulsionen überziehen die Haut mit einem schützenden Film und fördern die Feuchtigkeitsanreicherung in den oberen Hautschichten.

FLÄCHENDESINFEKTION

HÄNDEHYGIENE

HYGIENEMANAGEMENT

Warum ist eine Flächendesinfektion wichtig?

Antwort

Berücksichtigt man, das sich ein Bakterium in acht Stunden auf 16,7 Mio. Bakterien vermehren kann, ist eine Reinigung der Flächen allein nicht ausreichend.

Bakterien verdoppeln sich alle 20 Minuten.

Mikroorganismen können monate- oder jahrelang auf Flächen überleben und über Hände oder Staub auf Menschen übertragen werden. Daher ist die Flächendesinfektion eine wichtige Maßnahme, um die Übertragung von Krankheiten zu verhindern.

Welche Desinfektionsarten gibt es?

Antwort

Es gibt folgenden Desinfektionsarten

Routinemäßige bzw. laufende Desinfektion
Sie dient der Prophylaxe.

Gezielte Desinfektion
Sie erfolgt z. B. bei der erkennbaren Kontamination von Flächen mit Blut, Eiter, Ausscheidungen oder anderen Körperflüssigkeiten sowie bei Ausbruchsituationen oder Auftreten spezieller Krankheitserreger.

Schlussdesinfektion
Sie erfolgt bei Verlegung oder Tod eines infizierten oder mit Erregern kolonisierten Bewohners oder Patienten. Desinfiziert werden patientennahe bzw. alle erreichbaren Oberflächen und Gegenstände, die mit den Krankheitserregern kontaminiert sein können.

Warum ist eine Reinigung nicht ausreichend?

Antwort

Mit einer ordentlich durchgeführten Reinigung werden Schmutzbestandteile und der Nährboden für Mikroorganismen entfernt. Die Abtötung der Mikroorganismen bei einer Reinigung von 80 % bis 90 % ist als Infektionsprphylaxe nicht ausreichend, da noch zu viele Mikroorganismen auf der Oberfläche verweilen und die Vermehrung nicht eingedemmt werden kann.

Welche Flächen sollten desinfiziert werden?

Antwort

Zuerst sollte folgendes beachtet werden, Böden und Oberflächen in hygienisch sensiblen Bereichen sollten glatt, fugendicht, abwischbar und desinfizierbar sein. Textile Fußbodenbeläge hingegen sind nur schwer zu desinfizieren. Daher sollten sie dort nicht verlegt sein, wo eine regelmäßige Desinfektion notwendig ist.

Folgende Flächen sollten desinfiziert werden:

  • Oberflächen mit häufigem Hände- bzw. Hautkontakt wie z. B. Türgriffe, Handläufe, Tastaturen
  • Behandlungs- und patientennahe Flächen wie z. B. Behandlungsstuhl und Liege
  • Flächen in gemeinschaftlich genutzten Sanitärbereichen wie z. B. Toiletten, Duschen, Wannen und Waschbecken
  • Arbeitsflächen, Flächen zum Richten von Medikamenten oder Spritzen, Flächen zur Bearbeitung von Lebensmitteln, Wickeltische u. ä.
  • Medizinische Geräte
  • Fußböden in Risikobereichen

 

Flächendesinfektion mit Sprühdesinfektion?

Antwort

Flächen werden in der Regel wisch desinfiziert.

Das Sprühen von Desinfektionsmitteln kann den Durchführenden unter Umständen gefährden (Einatmen von Aerosolen kann zu Reizhusten führen).

Darüber hinaus hat die Sprühdesinfektion nur eine unzuverlässige Wirkung. Denn die Fläche wird aufgrund der Tröpfchenbildung beim Sprühen nicht vollständig benetzt. Nachträgliches Wischen ist daher auf jeden Fall empfehlenswert.

Sprühen Sie möglichst nur dann, wenn eine Fläche durch eine Wischdesinfektion nicht erreichbar ist.

Was ist ein Eiweißfehler?

Antwort

Der Eiweißfehler ist die verminderte Wirksamkeit von chemischen Desinfektionsmitteln bei Anwesenheit von Eiweißen (Proteinen) oder eiweißhaltigem Material wie z. B. Blut, Serum, Eiter. Dabei bewirkt das Desinfektionsmittel eine Koagulation der Proteine, wodurch darin eingeschlossene Krankheitserreger vor der Inaktivierung oder Abtötung geschützt sind, weshalb die Krankheitserreger nach der Desinfektion noch immer auf dem zu desinfizierenden Material sind und eine Krankheit auslösen können.

Daher gilt es die Fläche zuerst von groben Verschmutzungen vor der Desinfektion bei Kontamination mit organischem Material zu entfernen. Entfernen Sie dies mit einem in Desinfektionsmittel getränkten Einwegtuch. Anschließend wird das Tuch entsorgt und die Fläche gezielt desinfiziert oder verwnden Sie Präparate ohne Eiweißfehler.

Wann können desinfizierte Flächen wieder betreten / benutzt werden?

Antwort

Nach der routinemäßigen Desinfektion von Flächen wie z. B. Böden kann die Fläche unabhängig von der Einwirkzeit des Präparates dann wieder benutzt bzw. betreten werden, sobald sie sichtbar trocken ist. Die desinfizierende Wirkung besteht trotzdem weiter.

In manchen Situationen muss die angegebene Einwirkzeit aus Sicherheitsgründen vor der Wiederbenutzung der Fläche abgewartet werden, z. B.

bei der gezielten Desinfektion von kontaminierten Flächen
bei der Aufbereitung von Medizinprodukten
bei der Desinfektion von Badewannen, da die Desinfektion durch das Einlaufen des Wassers beendet wird
bei der Schlussdesinfektion und der angeordneten Desinfektion

Oberflächendesinfektion mit der Tuchfaltmethode

Antwort

Die Tuchfaltmethode trägt einerseits zum geringeren Verbrauch von Einwegtüchern bei und andererseits verhindert diese eine Keimverschleppung. Das vorhandene Tuch je nach Größe mehrfach falten. Nach dem Eintauchen in die Desinfektionslösung wie folgt verfahren:

Schritt 1:
Mit erster Seite wischen, Tuch wenden, wischen

Schritt 2:
Tuch aufklappen und verschmutzte Seiten aufeinander legen, wieder wischen, wenden und wischen

Schritt 2 solange wiederholen, bis keine sauberen Seiten mehr zur Verfügung stehen. Danach das Tuch zur Schmutzwäsche geben und ein neues Tuch verwenden.


Aktion saubere Hände

Antwort

Die „AKTION Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance nosokomialer Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen ins Leben gerufen.

Die Kampagne basiert auf der 2005 gestarteten WHO Kampagne „Clean Care is Safer Care“.

Kern der Initiative sind die 5 Indikationen der Händehygiene. Hier werden die Situationen mit dem häufigsten Risiko einer Erregerübertragung definiert.

1.) VOR Patientenkontakt
2.) VOR aseptischen Tätigkeiten
3.) NACH Kontakt mit potentiell infektiösen Material
4.) NACH Patientenkontakt
5.) NACH Kontakt der direkten Patientenumgebung

Warum ist Händedesinfektion so wichtig?

Antwort

Die meisten Keime werden durch die Hände übertragen, d.h. die meisten Infektionen finden über die Hände statt!
Infektionen von Mensch zu Mensch werden in über 80% der Fälle durch die Hände übertragen. Daher ist gerade hier die Unterbrechung der Infektionskette von großer Bedeutung. In Deutschland treten 600.000 nosokomialen Infektionen/Jahr auf, wovon 15.000 tödlich verlaufen.
Händedesinfektion ist die wichtigste, einfachste und billigste Maßnahme zur Verhütung von Infektionen und Kreuzinfektionen!


Wie lange soll die Händedesinfektion erfolgen?

Antwort

Man unterscheidet in zwei Arten der Händedesinfektion, einmal die Hygienische Händedesinfektion und die chirurgische Händedesinfektion.

Die Hygienische Händedesinfektion sollte mind. 30 Sekunden erfolgen.
Die chirurgische Händedesinfektion sollte mind. 90 Sekunden erfolgen.

Wie setze ich die Händedesinfektion richtig um?

Antwort

Folgende Punkte sind bei der Hygienischen Händedesinfektion zu beachten, um Fehler zu vermeiden:

  • Benetzung aller Flächen der Hände mit Händedesinfektionsmittel.
  • Einhaltung der erforderlichen Einwirkzeit, siehe dazu die Herstellerangaben.
  • Verwendung der richtigen Konzentration. Alkoholische Händedesinfektionspräparate sind in der Regel gebrauchsfertige Lösungen, die auf keinen Fall mit Wasser verdünnt werden dürfen.
  • Nur trockene Hände desinfizieren.
  • Händedesinfektionsmittel stets entsprechend der Gebrauchsanweisung des Herstellers anwenden.
  • Vor allem bei empfindlicher Haut duft- und farbstofffreie, alkoholische Händedesinfektionsmittel verwenden.
  • Häufiger eine hygienische Händedesinfektion durchführen und die Hände nur bei sichtbarer Verschmutzung waschen. Das Händewaschen schadet der Haut eher als eine Händedesinfektion und ist als Hygienemaßnahme nicht ausreichend.

Was muß bezüglich Schmuck, Uhren, Piercings, Tattoos und Nagellack bzw. Fingernägel beachtet werden?

Antwort

Schmuck, Unterarmschmuck und Uhren

Eheringe, Ringe, Armbanduhren, Armbänder, Freundschaftsbändchen sind bei Tätigkeiten, die eine Händedesinfektion erfordern, nicht zu tragen. So formuliert es die TRBA 250. Dies wird auch aus hygienischer Sicht so gesehen. Wichtig ist somit, vor Arbeitsbeginn den Schmuck abzulegen.

 

Piercing

Sichtbares Piercing an Händen und Unterarmen ist wie Schmuck zu betrachten und verboten. Nicht sichtbares Piercing z.B. am Bauchnabel ist ohne Relevanz.
Generell ist ein Piercing bei Rötung, Schwellung, Sekretion sofort zu entfernen, da Erreger in die Umgebung verteilt werden können.

 

Tattoos

Tattoos stellen soweit kein hygienisches Risiko dar, so lange das betroffene Hautareal nicht entzündet ist.

 

Fingernägel und Nagellack

  • Fingernägel sollten kurz und abgerundet geschnitten sein.
  • Künstliche Fingernägel sind verboten.
  • Die Hände sollten keine Verletzungen des Nagelbetts, Entzündungsherde oder andere Verletzungen, insbesondere Schnittverletzungen aufweisen.

Warum ist die häufige Händewaschung nicht zu empfehlen?

Antwort

Häufiges Waschen der Hände lässt die Hornschicht aufquellen, dadurch gehen Hautfette und Feuchthaltefaktoren verloren, die Haut trocknet aus und es besteht das Risiko zur Entstehung einer Irritationsdermatose. Deshalb soll die Seifenwaschung der Hände auf das mögliche Minimum reduziert werden, d. h. ggf. bei Dienstbeginn, vor und nach der Mittagspause, bei sichtbarer Verschmutzung und bei ästhetischem Bedürfnis. Zur Schonung der Haut ist eine schwach saure (pH 5,5) bzw. zumindest pH-hautneutrale Waschlotion zu empfehlen. Wichtig ist nach dem Waschen die sorgfältige Trocknung insbesondere der Fingerzwischenräume mit weichem Einmalhandtuch.

Was ist bei der Händewaschung zu beachten?

Antwort

Beim Händewaschen kann die Haut durch richtiges Verhalten geschont werden. Verwenden Sie zum Waschen möglichst kaltes Wasser, da kaltes Wasser die Haut nicht so stark wie warmes oder heißes Wasser entfettet.
Die Waschlotion sollte alkali- und seifenfrei sein und einen hautneutralen pH-Wert aufweisen, damit der Säureschutzmantel der Haut erhalten bleibt. Nach dem Einseifen die Waschlotion unbedingt gründlich abspülen, damit keine Reste auf der Haut verbleiben. Diese könnten die Haut schädigen. Schließlich die Hände mit einem Einmaltuch sorgfältig abtrocknen, insbesondere zwischen den Fingern.

 

Vorgehensweise

1.) Hände mit kaltem Wasser anfeuchten.
2.) Waschlotion aus Spender entnehmen.
3.) Hände und Unterarme gründlich einschäumen.
4.) Gut mit kaltem Wasser abspülen.
5.) Hände sorgfältig mit Einmalhandtuch trocknen.

Was ist bei der Händetrocknung zu beachten?

Antwort

Aus hygienischer Sicht ist hier der Aspekt der Einmalnutzung zu betonen. Besonders im Pandemiefall sollte vermieden werden, dass durch das Benutzen eines Handtuches durch mehrere Personen eine Übertragung von Keimen statt finden kann.

Welche Einwegsysteme gibt es zur Händetrocknung?

Antwort

Zur Händetrocknung gibt es Einweg Papier Handtuchsysteme oder Stoffhandtuchspender, so genannte „Retraktivspender“. Diese Retraktivspender trennen im Gerät das gebrauchte Stück vom frischen, ungebrauchten Stück.

 

siehe Empfehlungen Händehygiene RKI

Hautpflege und Hautschutz

Antwort

Hautpflege

Verwenden Sie regelmäßig Pflegemittel bzw. Pflegelotionen, damit die Haut geschmeidig bleibt und nicht austrocknet. Eine rückfettende, regenerierende Pflegelotion sollte

 

  • vor Arbeitsbeginn,
  • nach dem Händewaschen,
  • in Pausen,

 

in saubere, trockene Hände eingerieben werden.

Dadurch beugt man rauer, trockener und rissiger Haut vor. Die natürliche Schutzfunktion und Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber täglichen Belastungen wird somit erhalten.

Hautschutz

Hautschutz- und Hautpflegeprodukte sind während der Arbeitszeit unabdingbar. Die BGR 250 / TRBA 250 schreibt vor, Mitarbeitern geeignete Hautschutz- und Hautpflegemittel bei folgenden Risikofaktoren zur Verfügung zu stellen, wie

 

  • Feuchtarbeit
  • Tragen von Schutzhandschuhen und
  • Kontakt mit chemischen Mitteln

 

Hautschutz- und Hautpflegeprodukte sollten mehrmals täglich in die sauberen und trockenen Hände eingerieben werden.

Was ist das IfSG (Infektionsschutzgesetz)?

Antwort

Das deutsche Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt seit dem 1. Januar 2001 die gesetzlichen Pflichten zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen. Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Dabei ist unbeachtlich, welcher Art die Infektion ist und auf welchem Wege die Infektion erfolgen kann.

Was versteht man unter Feuchtarbeit?

Antwort

Feuchtarbeit“ ist ein Begriff aus dem Arbeitsschutz und bezeichnet Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit, d. h. regelmäßig mehr als 2 Stunden, mit ihren Händen Arbeiten im so genannten feuchten Milieu ausführen.

Warum ist Personalhygiene wichtig?

Antwort

Der menschliche Körper zählt zu den natürlichen Lebensräumen für Mikroorganismen. Daher ist es zwingend notwendig bestimmte Hygieneregeln, wie das Tragen von sauberer Berufskleidung, Händehygiene, Toilettenhygiene, Verhalten bei Erkältungskrankheiten, Verzicht auf Schmuck bei der Arbeit, etc. konsequent umzusetzen.

Was genau ist ein Hygieneplan?

Antwort

Der Hygieneplan bezeichnet eine schriftlich niedergelegte Strategie mit Maßnahmen zur Eindämmung und Verhinderung von Infektionen sowie zur Einhaltung und Gewährleistung bestimmter Hygienestandards. Er beinhaltet auch die schriftliche Dokumentation durchgeführter Maßnahmen.

Der Hygieneplan sollte nicht mit dem Reinigungs- und Desinfektionsplan verwechselt werden, denn dieser Reinigungs- und Desinfektionsplan ist ein Teil des Hygieneplanes.

Wie ist ein Hygieneplan aufgebaut?

Antwort

 

  • GEFÄHRDUNGSBEURTEILUNG
  • RISIKOANALYSE & MINIMIERUNG
  • ARBEITSANWEISUNGEN
  • DOKUMENTATION
  • SCHULUNGSUNTERLAGEN
  • QUALITÄTSSICHERUNG

Weitere Informationen zum Hygieneplan.

WIRKSTOFFE

Was sind extremophile Mikroorganismen?

Antwort

Extremophile Mikroorganismen

Diese Mikroorganismen leben in äußerst extremen und lebensfeindlichen Umgebungen wie Geysiren, Salzseen oder im ewigen Packeis.

Um dort überhaupt leben und überleben zu können, brauchen diese Organismen Ectoin®. Mikroorganismen, die sich mit Ectoin® schützen um zu leben, gibt es auf unserer Erde seit Jahrmillionen. Ein Schutzkonzept, dass sich bewährt und deshalb seit Millionen von Jahren nicht verändert hat.
Das erste Mal wurde Ectoin® 1980 in Bakterien eines Salzsees der Wüste Wadi El Natrun (Ägypten) entdeckt.

Was ist Ectoin® und welche Eigenschaften hat es?

Antwort

Natürlicher Schutz auf höchstem Niveau

Ectoin® ist ein Multitalent: Angewandt in verschiedenen registrierten Medizinprodukten schützt es die Schleimhäute in Auge, Nase, Lunge und Mund- und Rachen. Die Haut wird ebenfalls nachhaltig vor schädigenden Einflüssen von Allergenen, Feinstäuben, Temperaturschwankungen oder Austrocknung bewahrt.
Ectoin® wirkt jedoch nicht nur vorbeugend sondern auch regenerativ gegen die Symptome, die durch diese Stressoren ausgelöst werden können. Entzündungen werden gehemmt und reduziert.
Die zellschützenden und entzündungsreduzierenden Eigenschaften von Ectoin® werden heute erfolgreich bei dermatologischen und allergischen Indikationen, Erkältungskrankheiten sowie im Bereich der Atemwege eingesetzt. Der Effekt von Ectoin® ist klinisch durch zahlreiche Studien belegt.


Was ist der Ectoin® Hydrokomplex?

Antwort

Der „Ectoin® Hydro Complex“ sorgt für Stabilität

Ectoin® ist ein sogenanntes kosmo tropes Molekül. Das heißt, es sorgt dafür, dass sich die intermolekularen Wechselwirkungen zwischen Wassermolekülen verstärken und sich die Moleküle im Wasser strukturiert anordnen.
Bildlich gesehen umgibt sich das Ectoin® selber, aber auch die benachbarten Proteine oder Zellmembranen mit einer Wasserschicht. In zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass diese Wasserschichten sehr stabil sind, weil dort verstärkte Wasserstoffbrückenbindungen vorliegen. Darüber hinaus bewegen sich die Wassermoleküle in diesen Wasserschichten langsamer als üblich. Ectoin® geht selber keine Verbindung mit Proteinen ein, noch ist es in der Lage, tiefer in eine Zelle vorzudringen.
Durch die Bildung dieser stabilisierenden Wasserschichten ist Ectoin® in der Lage, Zellmembranen und Lipide zu stabilisieren und ihre Fluidität zu fördern. Biologisch aktive Moleküle, wie z.B. Proteine werden in ihrer nativen Struktur gestärkt.

Wo wird Ectoin® eingesetzt?

Antwort

Natürlicher Schutz für die Haut

Ectoin® Cosmetic ist ein natürlicher und leistungsfähiger Stoff für moderne Kosmetik-produkte. Ectoin® Cosmetic stabilisiert und schützt Zellmembranen, Proteine, und andere Biomoleküle wie z.B. Nukleinsäuren und bewahrt sie so vor Denaturierung. Das Anti-Stress-Molekül schützt die Haut vor oxidativen und sichtbaren Schädigungen durch UV-Strahlung, Hitze, Kälte oder Umweltverschmutzung wie Feinstaub.
Die breiten Anwendungsbereiche und Eigen-schaften von Ectoin® sind durch zahlreiche Studien in ihrer Wirksamkeit belegt.
Einfache Handhabung:
Ectoin® Cosmetic ist ein geruchloses weiß-kristallines Pulver. Es ist exzellent in Wasser löslich und lässt sich leicht in einem breiten Temperatur- und in einem breiten pH-Bereich formulieren. Schon kleinste Dosierungen zeigen einen Effekt. Kosmetischen Formulierungen verleiht Ectoin® Cosmetic darüber hinaus eine besonders softe und reiche Textur.

Welche Eigenschaften hat Ectoin® Cosmetic

Antwort

Ectoin® Cosmetic – stark in Anti-Aging

 

Ectoin® Cosmetic hilft, den Ursachen der Hautalterung entgegen zu wirken:

Schutz vor den schädigenden Eigenschaften des Lichts
Ectoin® Cosmetic bewerkstelligt dies, indem es eine
schützende Wasserschicht um dermale und epidermale
Zellen legt. Mit dieser Wirkweise kann es moderne Sonnenschutzformulierungen erweitern.

Schutz der DNA

Ectoin® Cosmetic bewahrt Keratinozyten, dermale Fibroblasten sowie deren mitochondriale DNA vor UV-A- und UV-B-induzierter Schädigung und Mutation.
Stabilisierung der Hautbarriere Ectoin® Cosmetic sorgt dafür, dass der transepidermale Wasserverlust der Haut reduziert wird und schützt vor Umweltnoxen wie Feinstäube.

Schutz vor Stress

Ectoin® Cosmetic verhindert die Auslösung von Entzündungskaskaden in Hautzellen. Somit werden unumkehrbare Schädigungen der Haut und deren sichtbare Zeichen vermindert.
Ectoin® Cosmetic fördert eine optische Verjüngung der Haut.

Befeuchtung/Hydratisierung

Ectoin® Cosmetic verbessert und erhöht langanhaltend den Wassergehalt der Haut und hält sie geschmeidig, elastisch und gesund.

Hautberuhigung

Ectoin® Cosmetic hilft selbst stark gereizter und gestresster Haut sich schnell fühlbar und sichtbar zu regenerieren.

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